Geschichtliches

Erste Erfahrungen mit dem hoch-fokussierten Ultraschall stammen aus dem Jahr 1954, als das Verfahren zur Behandlung neurologischer Erkrankungen eingesetzt wurde. 1970 wurde es dann, allerdings mit niedriger Intensität, zur Tumorbehandlung eingesetzt. Hierzu wurde versucht im Tumor eine Hyperthermie von ca. 43 °C über etwa eine Stunde zu erzeugen; die Ergebnisse waren allerdings nicht überzeugend, u.a. wegen des Fehlens der Möglichkeit der exakten Steuerung und des nicht-invasiven Temperaturmonitorings im Tumor. 1984 wurde die extrakorporale Stoßwellenlithotripsy (ESWL) in den USA zur Behandlung von Nierensteinen zugelassen und war damit die erste klinische Applikation des hoch-fokussierten Ultraschalls.

 

Ab den 90er Jahren wurde das Verfahren mit den verbesserten Möglichkeiten moderner Technologien zur Tumorbehandlung "wieder entdeckt".

 

Die Eingriffe werden je nach zu behandelndem Tumor unter Gabe von Schmerz- und Beruhigungsmitteln oder in Vollnarkose durchgeführt. Die Eingriffszeit liegt, in Abhängigkeit von der Tumorgröße, zwischen einer und mehreren Stunden.